Wenn die Temperaturen steigen
Im Jahrhundertsommer 2003 hatte Frank Solar im fränkischen Solar (bei Hilpoltstein) seine Auf-Dach-Photovoltaikanlage zwar noch nicht, doch eines hätte ihn — dank guter Information — nicht überrascht: Dass ab einer bestimmten Zelltemperatur paradoxerweise seine PV-Anlage umso weniger Strom liefert, je stärker die Sonne scheint.
Dies wird durch den so genannten „Temperaturkoeffizienten“ dargestellt. Diese wichtige Kenngröße gibt an, um wie viel sich der Wirkungsgrad einer Solarzelle je Grad Celsius verringert. Es ist also wichtig — handelt es sich um kristalline Solarzellen —, beim Bau der Anlage für ausreichende Hinterlüftung zu sorgen.
Frank Solar weiß, dass durch einen negativen Temperaturkoeffizienten Verluste von ca. 0,5% je Grad Celsius auftreten. Bei einer hohen Zelltemperatur von etwa 60°C im Hochsommer verlieren seine polykristallinen Module rund 17,5% ihrer Leistung. Bei vergleichbaren Außenbedingungen verlieren monokristalline Module rund 12% ihrer Leistung.
Die richtige Kühlung kann sich dadurch trotz des erhöhten Aufwandes rechnen. Entscheidend für eine hervorragende Leistung ist letztlich die hohe Strahlungsintensität und nicht die hohe Außentemperatur.
| < Zurück | Weiter > |
|---|




