Unterkonstruktion muss stimmen
Frank Solar im fränkischen Solar machte sich neulich Sorgen, ob die Dach-Unterkonstruktion seiner neuen Photovoltaik-Anlage — also das Gestell, auf dem die PV-Module befestigt sind — dem Orkan „Kyrill“ standhalten würden.
Die Sorgen waren unnötig; für den Bauherrn der Beweis, die richtige Beratung für das Untergestell erhalten zu haben. Ihm war vor Baubeginn nicht bewusst, wie viele unterschiedliche Varianten es für die Befestigung von Modulen gibt. Und ihm war nicht klar, dass die Unterkonstruktion der kleinste Kostenanteil der PV-Anlage sein würde — dort wird bei den Herstellern häufig gespart. Es gelten zwar die Regelungen der Baustatiknorm DIN 1055, doch allzu häufig wird dann eben doch auf nicht geprüfte (ohne TÜV-Zertifikat und Sicherheitsnachweis für das Prüfstück) ausgewichen. Oder es werden zu schwach ausgelegte Komponenten verbaut.
Fachleute warnen indes, bei der Unterkonstruktion an der falschen Stelle zu sparen, denn dieses Metallgerüst muss hohen Wetter- und vor allem Windbeanspruchungen standhalten. Welche Art von Unterkonstruktion letztlich verwendet wird, hängt dann von der Dachart, und davon ab, wie das Gestell auf den Sparren verschraubt wird oder ob eine oder zwei Schienenlagen (Kreuzverbund) Verwendung finden. Bei diesen Fragen ist die Erfahrung eines Fachhandwerkers, der seine Unterkonstruktionsbestandteile kennt, unabdingbar.
Wird die Unterkonstruktion gar mit Stockschrauben befestigt, ist äußerste Sorgfalt beim Abdichten der Durchbohr-Stellen im Dach notwendig. Pfiffige Unterkonstruktionen weisen seit neuestem das „Spike“-Montagekonzept auf. Beim Anziehen der Schrauben durchdringen mehrere Dorne (Spikes) die Eloxatschicht des Modulrahmens, wodurch automatisch eine elektrisch leitende Verbindung zwischen Gestell und Modul entsteht. Und diese bietet Frank Solar die Sicherheit, dass sich an seiner PV-Anlage hoch oben über den Dächern von Solar niemand „einen Schlag holt“.
| < Zurück | Weiter > |
|---|




