Recycling wird zunehmend wichtiger
Tausende und Abertausende von Modulen für Photovoltaik-Anlagen (PVA) sind in den letzten Jahren hergestellt und montiert worden — um das Recycling von veralteten oder defekten Modulen hatte sich anfangs noch keiner Gedanken gemacht. Nun aber wird es eine zunehmende Herausforderung; wie dem Anlagen-Bauherren Frank Solar im fränkischen Solar immer klarer wird — nachdem er erfahren hat, dass künftig auch Solarmodule in die deutsche Fassung der Elektronik-Schrott-Verordnung aufgenommen werden. Kleine, in Elektrogeräten vorhandene Photovoltaikzellen müssen laut Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) bereits jetzt kostenlos zurückgenommen werden; ein kostenloses Recycling von Solarmodulen ist derzeit noch nicht vorgesehen.
Dennoch: Laut TA Siedlungsabfall dürfen Abfälle seit dem 1. Juni 2005 grundsätzlich nicht mehr unbehandelt entsorgt werden. Dies gilt auch für Solarmodule; der PV-Anlagenbetreiber muss die Bauteile auf eigene Kosten „thermisch vorbehandeln“ lassen, also in einer Müllverbrennungsanlage (sind z.B. Zellen gebrochen, werden diese zum Rohmaterial Silizium eingeschmolzen). Natürlich kann Frank Solar auch beim Hersteller fragen, ob dieser die Module zurücknimmt. Ein seriöser Hersteller wird die Rücknahme seiner „Altmodule“ auch nicht verweigern, denn: das kostengünstige Recyceln alter Module wird mittlerweile im kleinindustriellen Maßstab intensiv bearbeitet. Eine der ersten Recycling-Anlagen im sächsischen Freiberg läuft bereits seit 2003. Und sowohl aus ökonomischer als auch aus ökologischer Sicht zieht die Recycling-Lösung von Modulen eine positive Bilanz.
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